Jan
27
2010

Day 9: Trondheim

Trondheim ist in nørdlichen Suedhælfte von Norwegen, kurz bevors eng wird:
Bis dahin musste ich aus Bergen zurueck nach Oslo fuer eine Nacht – weil es keine direkten Zuege durchs Land gibt. Vor allem wegen den ganzen Fjoden dazwischen. Zwischendurch bin ich auf dem Weg nach Oslo noch mit der Flåmsbahn gefahren – eine schøne Fahrt durch ein Tal im Hochland, welches in einem Fjord endet, wodurch die Bahn immense Høhenunterschiede uebewinden muss.

In Oslo angekommen habe ich meine beiden zukuenftigen Mitbewohner Kristian und David kennengelernt – wirklich angenehme Menschen soweit. Am Wochenende wollen wir die Møbel montieren, mal sehen ob die Wohnung dann wohnlicher wird.

Fuer Trondheim hatte ich leider noch keine Schlafgelegenheit – deshalb habe ich einen Abend vorher ein Inserat in die Couchsurfing Gruppe gesetzt und hatte prompt 2h spaeter eine Couch bei Åsmund und WG. Herrlich.

Die 7,5h Fahrt nach Trondheim ist wieder entlang des Hochlands, teilweise wieder auf ueber 1000m Høhe – mit herrlicher Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Angekommen hat Åsmund mich abgeholt und schon der erste Abend war voll mit interessanten Gespråchen, Diskussionen und abgefahrener Jammerei auf den Guiatarras. Wieder kein Alkohol, dafuer gibts hier tonnenweise Tee und Café – in verschiedensten Sorten. Den gestrigen Tag habe ich mit einer schønen kleinen Stadttour und spåter mit Åsmund in einem Café verbracht – free refill, also eine ganze Weile. Heute gabs dann eine Skitour im naheliegenden Hochland – eine Langlauftour mit einer Wahnsinnsaussicht. Drei mal hingelegt, aber sonst ganz erfolgreich. Ersteres ist wie ich gerade festgestellt habe auf den Bildern zu sehen: man achte auf die schneebedeckte Muetze…

Nachdem ich gestern als Gastgeschenk meine teilweise schon bekannte Gulaschsuppe gezaubert habe, hat Åsmund heute Heilbutt gekocht. Sehr lecker – vor allem weil sein Vater Fischer im Norden ist und der Fisch damit eine ausserordentliche Frische aufweist. In Dill und Weissweinsosse uebrigens.

Als næchstes møchte ich mit dem Postschiff nach Ålesund fahren. Morgen gibts nen måchtigen Sturm und nur das grosse moderne Kreuzfahrtschiff. Deshalb fahre ich mit dann doch am Donnerstag mit dem kleinen Kutter und hoffe dass das Wetter bis dahin sicherer ist…

P.S.: In dem Eintrag vorher haben noch ein paar Bilder gefehlt, lad die demnæchst noch hoch! Vor allem: Flaschenboot, Grieg

Jan
23
2010

Day 5: Bergen

Note: Man kann wenn gewuenscht runterscrollen und bei Meta auf Register druecken – dann gibts eine Mail bei neuen Posts.

Nachdem ich am Dienstag noch Blom – die Firma  in der ich arbeiten werde, besucht habe (was sehr sehr angenehm war), bin ich gestern nach Bergen gereist. Extra 6:45 Uhr aufgestanden um moeglichst viel von der atemberaubenden Strecke durch das total verschneite Hochland bei Tageslicht zu sehen. Leider ist eine U Bahn in Oslo ausgefallen, ich hab den Zug verpasst und bin somit umsonst so frueh aufgestanden. Waer ich nur meiner manifestierten morgendlichen Intuition gefolgt…

Die Reise durch das Hochland nach Bergen in einer 7 stuendigen Zugfahrt ist wirklich beeindruckend. Immer am Rande von tiefen Taelern, eingefroren Fluessen und metertiefem Schnee. In Bergen angekommen haben mich Dag und seine Mitbewohnerin abgeholt. Dag ist ein top couchsurfing-host – wohnt schoen in der Stadt, hat einen netten Mitbewohner und zwei nette Mitbewohnerinnen, ein eigenes Zimmer fuer mich, ausserdem ein Wohnzimmer mit Couch und Beamer. Er arbeitet viel fuer seine Masterarbeit seines Jura-Studiums – natuerlich klassisch fuer einen Norweger ueber Oelfoerderungsrechte, aber hat jeden Tag ein wenig Zeit mit mir in der Stadt verbracht. Mit Fuehrung – sehr schoene Stadt.

Gestern hatten wir um 8:30 ein schoenes Fruehstueck mit Cafe und Ruehrei mit Kaese. Herrlich. Unter der Dusche habe ich aus Versehen den Watermelonman gesungen und dann den ganzen Tag nen Ohrwurm gehabt. Vielleicht gehoerst du ja zu denen die sich vorstellen koennen was das bedeutet…

Dann hab ich mit Dag einen Stadtrundgang unternommen und schliesslich den Hausberg in stundenlanger schoener Wanderung bei herrlichem und zu dieser Jahreszeit seltenem sonnigen Foto-Wetter bestiegen. Bilder gibts unten.

Nachdem ich mit Dag ein kostenloses Fischereimuseum gefunden hatte haben wir das heute besucht – wir waren die einziegen, tierisch albern und haben so eine ganze Menge Spass gehabt.

Dann habe ich den Reisefuehrer (ja ich habe einen! und sogar darin gelesen!)  aufgeblaettert und auf den letzten Seiten der zahlreichen Attraktionen in Bergen schliesslich Troldhaugen gefunden. Troldhaugen bedeutet “Trollhuegel” und ist die Wirk- und Wohnstaette von Edvard Grieg – dem Nationalhelden in Bergen. Wenn du nicht ueber diesen grossartigen Komponisten informiert sein solltest: er hat als bedeutenstes Werk die “Peer Gynt Suite” komponiert – unter anderem mit der “Morgenstimmung” oder dem Satz “In der Halle des Bergkoenigs”. Im Zweifelsfall mal YouTube probieren – du wirst es wiedererkennen. Ich zumindest bin von Grieg begeistert, weil er mein Lieblings-Klavierkonzert komponiert hat. Also habe ich beschlossen dort hinzufahren.

Das scheinen nicht viele zu machen. Ich musste ungefaehr 10 Leute befragen bis ich in der riesigen Halle, die den Busbahnhof beherbergt, einen Bus gefunden hatte. Staendig sind Busse der zig Linien auf den 20 Bahnsteigen rein und raus gefahren und nirgendwo irgendein informatives Schild. Die Haltestelle im Reisefuehrer war auf den wenigen Abfahrplaenen nicht zu finden – ich hab dann nach eine gewaehlt die so aehnlich klang und 3 Buchstaben mehr hatte. Einen Netzplan gabs nich. Aber ich war immer noch motiviert, auch nach einer halben Stunde Suche. Schliesslich waehlte ich Buslinie 23. Der Busfahrer hat beim Ticketkaufen auf mein Nachfragen einfach nur freundlich genickt und mir die Karte verkauft. Dann ging die Fahrt los und ich musste feststellen, dass es keine Anzeigen fuer die naechste Haltestelle gibt. Nun ja, dann hab ich auf Durchsagen gehofft – aber auch die blieben aus. Als schliesslich auch die Haltestellen selbst auch ohne jegliche Markierung waren, bin ich zum Fahrer vorgegangen und hab ihn gefragt ob er mir rechtzeitig Bescheid sagen kann wenn wir an der betreffenden Haltestelle sind. An der Stelle hat sich dann doch herausgestellt, dass er kein Englisch spricht – ich musste einfach hoffen dass er mich verstanden hatte. Und das hatte er – nach einer halben Stunden hat er den Bus irgendwo angehalten und mir durch den grossen Spiegel freundlich zugenickt. Erster Teil geschafft. Dann musste ich also nur noch Troldhaugen suchen. Irgendwie gab es keinerlei Schlilder oder aehnliches, so bin ich ersteinmal umhergeirrt und war gluecklich als ich schliesslich eines fand. Nach einer weiteren halben Stunde Wanderungen hab ich Troldhaugen schliesslich gefunden und wurde mit einem schoenen winterlichem Sonnenuntergang belohnt. Das Museum, das Wohnhaus,als auch das kleine Haus, wo er komponierte waren verschlossen und weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Also habe ich die Ruhe und die winterliche Natur genossen und viele Bilder gemacht. Dag hatte mir seine Kamera geliehen – eine digitale Spiegelreflex mit herrlichem alten Festbrennweitenobjektiv. Vielleicht erkennst du das ja in ein paar Bildern.

Eben sind wir gerade aus einem schoenen Konzert in der Edvard Grieg Musikhochschule zurueckgekommen. Sophya – eine der Mitbewohnerinnen studiert dort Floete – das Lieblingsinstrument so mancher…

Wir werden jetzt noch einen Wein trinken – das Konzert und ein wenig Abschied feiern. Das erste mal Alkohol seit fast einer Woche – man wird sparsam bei 10 Euro fuer ein Bier. Morgen um 8 mach ich mich dann auf den Weg zurueck nach Oslo, um uebermorgen nach Trondheim in den Norden zu fahren.

Gruesse in die Heimat!

Jan
19
2010

Day 1: Oslo

Note: I’ll switch the language of this Norway Blog to German. If you belong to this excluded minority of readers: I’m sorry. Please just use this blog as a picture book. Thank you.

Der erste Tag in Norwegen. Der Plan sieht vor: 2 Wochen Reisen und 2 Monate arbeiten. Eigentlich sollte man das ja anders rum machen – von wegen “Erst die Arbeit, dann…” oder aber weils da oben ja grad richtig kalt und dunkel sein soll. Tja, ich machs jetzt trotzdem so.

Gestern bin ich von Stuttgart nach Oslo geflogen. Im Nachhinein hab ich mich ein wenig geärgert – Zug und Schiff wären bestimmt spannender gewesen – nächstes mal. So bin ich nach einem Zwischenstop in Hamburg in ein kleines Flugzeug mit hächstens 100 Plätzen gestiegen und schließlich abends gelandet. Dort habe ich mich mit Vegard getroffen, der seinerseits grade aus Schweden kam und mich dann mit in die Stadt genommen hat. Vegard habe ich auf der Islandreise im September in Reykjavik kennengelernt. Er selber wohnt in Oslo in der Wohnung seines Vaters – hat sich aber zuletzt selber eine Wohnung gekauft und vermietet mir jetzt ein Zimmer für schlappe 500€ im Monat. Dort bin ich gerade für 2 Tage – um meinen Start in Norwegen mit dem ganzen Papierkram vorzubereiten. Eigentlich sollten hier zwei Mitbewohner und eine Einrichtung sein – die Mitbewohner sind irgendwie abhanden gekommen und die Einrichtung fehlt einfach bis jetzt (kommt aber bis ich richtig einziehe – hoffentlich). Es gibt ein großes Wohnzimmer mit einer schönen Couch und einem Fernseher auf einem Pappkarton. Nach 10 Minuten Discovery Channel mit norwegischen Untertiteln war ich allerdings schon gesättigt. Immerhin habe ich Internet. Und 2 Minuten zur U-Bahn. Als einziger der wenigen menschlichen Kontakte heute hat mich gleich beim Betreten der U-Bahn Station ein Mann ganz aufgeregt und laut angesprochen – auf norwegisch natürlich. Nach der Klärung der Sprachgeschichte hat er mir mit gebrochenem Englisch aufgeregt erklärt, dass eine U-Bahn auf dem Weg in die Stadt umgekippt ist und ich deshalb Bus fahren muss – wofür ich natürlich die Station in entgegengesetzter Richtung entlang der Straße suchen sollte. Na toll, hab ich mir gedacht, das fängt ja gut an. Auf der anderen Seite hat mich seine Fahne schließlich überzeugt, dass man die Sache wohl doch erst selbst untersuchen sollte. Und siehe da: Personen an der Station. War dann doch nur eine zehnminütige Verspätung. Was lernen wir daraus? Man muss eine Sprache beherrschen um herauszufinden ob sie jemand anderes nicht mehr beherrscht. Oder nix, wie auch immer.

Die Bilder zur Wohnung könnt ihr euch ja unten mal anschauen – die Sicht auf Oslo ist ziemlich schön. Finde die Ski-Piste!

In Oslo habe ich heute eine kleine Tour durch die Stadt unternommen, um mich zu orientieren und einzufinden. Hab mir Stadtpläne besorgt – die geben mir dann immer gleich ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Es gab außerdem einen schönen kleinen Guide für “junge Leute in Oslo”. Da ich ja noch halbwegs jung bin hab ich mir den in einem gemütlichen Café mal durchgesehen und tolle Sachen auf dem Stadtplan eingekreist. Neben Sehenswürdigkeiten hab ich mir natürlich auch die Essenslokale vorgenommen und gleich den ersten – ausgeschrieben mit Grill und Pizza (unter Billigessen) angesteuert. Wer hätte gedacht das ne Pizza Magherita 10€ und der Döner 8€ kosten kann. Letztens in Berlin hab ich Döner für 1€ gesehen – ich weiß, das ist kein Argument, das ist beängstigend, aber trotzdem. Im angeblich günstigstem Supermarkt hab ich mich dann schließlich für 3 Äpfel, eine Packung grünen Tee (Pfefferminztee gibts nich – unverschämt!)  und ne Cola entschieden. Waren dann auch 7€. Werd mich da noch drauf einstellen müssen, damit ich nicht aufhöre zu essen…

Jan
18
2010

Music and Pictures

You can hear to my MUSIC in the upper right corner. Keep in mind, that the music will stop when you click a link – so open the same website in a new window if you would like to keep it going.
There’s some new stuff from Erik’s Room - a project from Björn Dermann and me. Visit www.myspace.com/eriksroom for more of that!

You can watch the PICTURES in Photography - there’s another link on the right top where you can reach the Albums. If you have problems loading the pictures directly: try the little link PicLens on top of them. Recent Gallery below: Iceland in September 2009

Hope you enjoy this here,

Konrad